Noch sechs Tage bis zum 23. Geraer Oldie-Turnier
Welt- und Europameister waren seit 1999 bereits in der Panndorfhalle aktiv
Von Jens Lohse
Viele große Namen standen in der mittlerweile 24-jährigen Geschichte des Geraer Oldie-Cup bereits auf der Spielfläche in der Panndorfhalle. Der italienische WM-Torschützenkönig von 1982, Paolo Rossi war sicherlich der Berühmteste, schaute aber in Gera 2001 mehr als Tourist vorbei.

Eher wegen der Thüringer Rostbratwurst im VIP-Bereich war er per Flugzeug gekommen. Auf dem Parkett war nach einem Auftritt Schluss, musste doch das Team von Juventus Turin nach der Vorrunde die Segel streichen.

Sportlich in Erinnerung blieb dagegen Michael Rummenigge, der 2004 zunächst noch in der alten Panndorfhalle mit seinen technischen Kabinettstückchen für vielfachen Szenenapplaus sorgte und sich auch mit seinem fairen Auftreten zahlreiche Freunde machte.

Neben den Weltmeistern von 1982 Paolo Rossi und von 1990 Thomas „Icke" Haßler, Olaf Thon und Günter Herrmann waren mit dem leider schon verstorbenen Gerrie Muhren und Simon Tahamata auch zwei holländische Nationalspieler beteiligt, die für Ajax Amsterdam aufliefen.

Der Europameister von 1996, Steffen Freund kickte 2006 für Borussia Dortmund in der Elsterstadt. Mit Fredi Bobic (Dortmund) und Martin Max (Schalke) gingen zwei ehemalige Bundesliga-Torschützenkönige in Gera auf Torejagd. Mit dem bereits ebenfalls verstorbenen Borussen Lothar Emmerich war ein dritter als Dortmunder Betreuer mit von der Partie.

2008 beim 10. Jubiläumsturnier stand eine DFB-Auswahl in der Teilnehmerliste, die mit Dieter Burdenski, Michael Schulz, Günter Hermann, Marko Rehmer, Matthias Herget, Hans-Jürgen Dörner, Frank Ordenewitz, Torsten Gütschow, Thomas von Heesen und Bernd Hobsch aber in der Vorrunde scheiterte.

Das gleiche Schicksal war auch Rekordmeister FC Bayern München in Gera beschieden, der bei seinem einzigen Start in Gera 2003 mit einem Team der Namenlosen lediglich Sechster wurde. Besser machte es das Team Allstars-Bayern mit ChampionsLeague-Gewinner Alexander Zickler, das 2017 mit dem gebürtigen Thüringer im Finale gegen Union Berlin gewann. Zum 20jährigen Jubiläum wurde zum bisher einzigen Mal auf Kunstrasen gespielt.

Außer Juventus Turin sorgten Sparta Prag und die Auswahlmannschaften Polens und Tschechiens für internationales Flair in der Elsterstadt.

Nicht zu vergessen natürlich auch die Größen des DDR-Fußballs wie der Jenaer Peter Ducke, der in Gera einst von Schiedsrichter Manfred Roßner mit Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde und anschließend von seinen Teamkollegen hart kritisiert wurde, Dresdens „Dixi" Dörner, die Magdeburger Europapokal-Gewinner von 1974 Wolfgang „Paule" Seguin oder die Torwartlegenden Bodo Rudwaleit vom BFC Dynamo, der Auer Jörg Weißflog, Wolfgang Blochwitz aus Jena oder der Schalker und vorherige Bremer Oliver Reck.

Jürgen Sparwasser, legendärer WM-Torschütze 1974 im deutsch-deutschen Duell schnürte in der Panndorfhalle zwar nicht die Schuhe, stand aber im Jahr 2018 den Moderatoren am Mikrofon ebenso Rede und Antwort wie ein Jahr später seine einstigen Magdeburger Sturmpartner Achim Streich und Martin Hoffmann.

Als Interviewpartner waren weitere Größen des deutschen Sports zur Verfügung. Die Liste der bekannten Namen reicht von Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski über Box-Trainer Ulli Wegner bis Handball-Ikone Stefan Kretzschmar.

All das haben die Zuschauer in Gera seit 1999 erlebt. Das nächste Kapitel des Geraer Oldie-Cups wird am 13. Januar ab 18 Uhr in der Panndorfhalle geschrieben.
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